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Oswald Myconius

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Oswald Myconius: Porträtgalerie

Die älteste bildliche Darstellung, die angeblich Myconius zeigt, findet sich in: Heinrich Pantaleon, Prosopographia heroum atque illustrium virorum, Dritter Teil, Basel 1566, S. 222, bzw. Teutscher Nation Heldenbuch, Dritter Teil, Basel 1570, S. 228. Es handelt sich aber mit Sicherheit nicht um ein authentisches Porträt, wird doch der gleiche Holzschnitt beispielsweise auch als Illustration zu Johannes Eck (S. 106) und Johannes Zwick (S. 158) verwendet:

Myconius in: Heinrich Pantaleon, Heldenbuch

 
Die übrigen Porträts von Oswald Myconius sind lange nach seinem Tod entstanden, gehen aber wohl auf eine ältere, nicht mehr vorhandene Vorlage zurück. Sie zeigen ihn mit Haartracht, obwohl der Humanistenname "Myconius" möglicherweise auf Kahlköpfigkeit hinweist (vgl. Willy Brändly, Myconiana, in: Zwingliana 8/3, 1945, S. 169–171).

Am bekanntesten ist der Kupferstich des angehenden Basler Pfarrers (SCM = sacri ministerii candidatus) Jakob Heinrich Schönauer (1695-1767), der auch Porträts von Johannes Oekalampad und Johann Jakob Grynaeus gestochen hat.

Die Unterschrift lautet:  "Oswaldus. Myconius. S.S.T.D & N.T.P / Eccles: Basiliens: Antistes. IIus" ("Oswald Myconius, Doktor der hochheiligen Theologie und Professor für Neues Testament, zweiter Antistes [Vorsteher] der Basler Kirche"). Diese Titulatur ist insofern nicht korrekt, als Myconius die Annahme des akademischen Doktorgrades zeitlebens verweigerte.

Oswald Myconius, Kupferstich

 
Als Vorlage für diesen Kupferstich diente möglicherweise ein Bildnis vom Ende des 17. Jahrhundert, das sich heute in der alten Aula der Universität befindet. (Aufnahme: Porträtsammlung der Universitätsbibliothek Basel; nähere Beschreibung: Basler Zeitschrift fü Geschichte und Altertumskunde 1978, S. 130f.):

 
Oswald Myconius, Gemälde

 
Eine Kopie von unbekannter Hand hängt heute im Basler Bischofshof (Aufnahme: Hoffmann Foto Kino AG, Basel, aus: Oswald Myconius, Vom Leben und Sterben Huldrych Zwinglis, St. Gallen 1979):

 
Oswald Myconius, Gemälde

 
Das aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts stammende Gemälde in der "Galerie berühmter Luzerner" (Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern, abgebildet in: Zwingliana 5/7, 1932, vor S. 321) dürfte auf den Kupferstich Schönauers zurückgehen:

 
Oswald Myconius, Gemälde

 
Ein Brustbild im Oval, als Medaillon auf einem Lorbeerkranz, findet sich oben links auf der "Abbildung aller Obersten Hrn. Pfarreren und Antistitum, welche seit der Säligen Reformation von Anno 1524 der Kirchen Basel vorgestanden", einem um 1718 entstandenen Kupferstich von Johann Amman:

 
Oswald Myconius, Medaillon

 
Am Eingang der reformierten Matthäuskirche in Luzern erinnert ein Relief von Emil Wiederkehr (1898-1963) an Oswald Myconius:

 
Oswald Myconius, Relief


 
Letzte Aktualisierung: 18-05-2016